Die Engländer sagen „my home is my castle“, was wörtlich so viel bedeutet wie „Mein Haus ist meine Burg“. Nun sollten Sie Ihr Haus nicht gerade in eine Burg verwandeln, doch es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, an die man möglichst schon beim Bau oder bei einer Grundrenovierung der gekauften Immobilie denken sollte.

Leider kommt es immer wieder zum Einbruch, der meist durch einfache Vorsichtsmaßnahmen hätte verhindert werden können. Investitionen in Einbruchschutz schützen nicht nur den Wert Ihres Eigentums und ersparen Ihnen eine Menge Ärger. Sie tragen auch auf eigene Art zum „Hausfrieden“ bei. Denn nicht selten leiden Mieter nach einem Einbruch unter psychischen Störungen, die so weit führen, dass sie aus der Wohnung ausziehen müssen.
Schon das Grundstück sollte sicher sein
Wenn Sie eine neue Immobilie bauen oder kaufen, machen Sie sich natürlich auch Gedanken über die Außenanlagen. Dabei sollten Sie jedoch nicht nur an die Steigerung des Wohnwerts denken und eine optisch schöne Außenanlage gestalten. Je nachdem, wie Sie das Terrain um das Haus gestalten, kann es durchaus sein, dass Sie damit eine Einladung an den Einbrecher aussprechen.
Das beginn bereits bei der Umzäunung des Grundstücks. Natürlich wollen Sie keine Sicherheitsmauer mit Stacheldraht, durch die Ihre Immobilie an ein Gefängnis erinnern würde. Das ist auch nicht notwendig, denn der Zaun kann dem Eindringling letztlich nur das Leben schwer machen – nicht aber sein Eindringen ganz verhindern. Dennoch sollte der Zaun möglichst hoch sein, so dass ein ungebetener Gast es möglichst schwer hat, ihn zu übersteigen. Insbesondere, wenn er damit rechnen muss, dass er dabei beobachtet wird, kann ein hoher Zaun manchen Einbrecher abhalten.
Doch selbst der höchste Zaun macht wenig Sinn, wenn das Gartentor am Tag oder gar in der Nacht offen steht. Die beste Lösung ist hier ein selbstschließendes Tor, das von außen nicht geöffnet werden kann. Im Bereich des Türgriffs sollte das Tor eine geschlossene Fläche besitzen, so dass man nicht mit der Hand hindurchgreifen und das Tor von innen öffnen kann. Außerdem sollte das Tor mit einer Gegensprechanlage und einem von den Wohnungen aus bedienbaren elektronischen Türöffner ausgestattet werden.
Büsche und Sträucher gehören zu nahezu jeder Außenanlage. Hierbei sollten Sie aber auch bedenken, dass Sie mit der Anpflanzung einen natürlichen Sichtschutz schaffen, hinter dem sich ein Einbrecher gut verbergen kann. Darum sollten Sie, wenn Sie auf einen solchen Schmuck vor dem Haus nicht verzichten wollen, dafür sorgen, dass dieser möglichst Einbrecher-unfreundlich angelegt wird. Je kürzer die Entfernung zum Haus, umso weniger Gewächse sollten dem ungebetenen Gast als Sichtschutz zur Verfügung stehen. Direkt am Haus sollten möglichst keine hohen Pflanzen oder Bäume stehen. Sie könnten vom Einbrecher auch als „Leiter“ genutzt werden, um in die oberen Etagen vorzudringen.
Nachts sollten die Zugangswege zum Haus beleuchtet sein. Um Energie zu sparen, sollten Sie hier mit Bewegungsmeldern arbeiten, damit die Lampen nicht die ganze Nacht leuchten. Denkbar sind auch solarbetriebene Leuchten, die tagsüber Energie laden und die Solarenergie nachts wieder als Beleuchtung abgeben. Wenn Sie Bewegungsmelder einsetzen, müssen diese natürlich so eingerichtet werden, dass auf der einen Seite das Licht möglichst früh angeht, wenn Unbefugte das Gelände betreten und auf der anderen Seite möglichst selten ein falscher Alarm ausgelöst wird, weil vorbeigehende Passanten von dem Bewegungsmelder erfasst werden. Die Bewegungsmelder müssen außerdem so installiert werden, dass sie nicht ohne weiteres erreicht und von Unbefugten verstellt werden können.
Stromanschlüsse im Garten sind natürlich eine feine Sache – leider häufig auch für unbefugte Gäste, denen Sie dann auch noch den Strom liefern, um beispielsweise das Türschloss aufzubohren. Deshalb sollten Stromanschlüsse im Freien zumindest in einem verschlossenen Kasten aus Beton sitzen. Besser wäre es natürlich, wenn die Stromzufuhr im Haus unterbrochen werden kann.