Wenn die Frühlings- und Sommermonate kommen, rücken die Außenanlagen eines Hauses immer stärker in den Fokus der Immobilienbesitzer. Bei größeren Rasen-Anlagen denkt man dabei auch über befestigte Wege nach, die Flächen unterbrechen und beispielsweise das Erreichen von Grillplätzen oder Spielecken erleichtern, ohne dass der Rasen in Mitleidenschaft gezogen wird.

Solche Wege aus Platten oder Pflastersteinen können Sie – auch mit mäßigem handwerklichen Geschick – selbst anlegen. Da die Anlage der Rasenwege auch im Sinne Ihrer Mieter ist, kann man die Anlage auch gemeinsam vornehmen und den Abschluss mit einem kleinen Gartenfest feiern, was die Hausgemeinschaft weiter verstärkt.
Auf der Wiese braucht man keine Drainage
Die Anlage von Wegen im Rasenbereich ist deshalb so einfach, weil man keine besonderen Systeme benötigt, über die das Regenwasser abfließen kann. Der Weg wird einfach mithilfe von Platten oder Pflastersteinen in ein vorbereitetes Bett verlegt. Die verwendeten Steine oder Platten müssen natürlich 100 % wetterfest sein. Natursteine oder Basalt, Sandstein oder Granit erfreuen sich hier einer besonders großen Beliebtheit. Aber auch Ziegel oder Klinker können hierfür verwendet werden. Hier spielen der persönliche Geschmack und die Kosten die entscheidenden Rollen. Lassen Sie sich deshalb in mehreren Baumärkten beraten und stellen Sie dabei auch Preisvergleiche an.
Vorbereitung
Bevor Sie daran gehen, den Weg anzulegen, müssen Sie zunächst einmal festlegen, wie breit der Weg sein soll und wo er entlanggehen soll. Die Breite des Weges ist von seiner späteren Nutzung abhängig. Wenn der Weg zu einer gemütlichen Sitzecke führen soll, denken Sie daran, dass der Weg breit genug ist, um ihn auch mit einem Rollator, einem Kinderwagen oder Rollstuhl zu benutzen. Von einer Breite von 1,20 m sollte man deshalb in jedem Fall ausgehen.
Legen Sie den Verlauf des Weges mit Pflöcken fest, die Sie mit Schnüren verbinden. Wenn der Weg abgesteckt ist, kann man das Ganze noch einmal überprüfen und durch Umstecken der Pflöcke Korrekturen vornehmen.
Das Bett für den Weg
Nun müssen Sie ein „Bett“ für den Weg ausheben. Die Steine oder Platten des Weges sollten später so tief sitzen, dass man auch problemlos mit dem Rasenmäher darüber fahren kann. Wie tief das Bett sein muss, ergibt sich deshalb aus dem Unterbau aus Kies und Sand und der Höhe der Platten oder Steine. Im Normalfall reicht ein Bett von 20 bis 30 Zentimetern.
Außerdem muss das Bett ein Gefälle aufweisen, damit Regenwasser vom Haus weggeführt wird. Das Gefälle sollte etwa 2 bis 4 % betragen. Wenn man das Bett anlegt, sollte man das Gefälle immer wieder mit der Wasserwaage prüfen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass das Gefälle über den gesamten Weg gleichmäßig bleibt. Haben Sie das Bett ausgehoben, muss das Bett verdichtet werden. Hierzu nutzt man am besten eine Rüttelplatte.
Der Unterbau
Nun geht es an den Unterbau des Weges. Zunächst sollte eine Kiesschicht eingebracht werden, über die später das Regenwasser abgeführt wird. Darüber kommt eine Schicht aus Sand, in die nachher die Platten oder Pflastersteine gelegt werden. Für Pflastersteine kann aber auch Splitt verwendet werden. Allerdings muss der Splitt eine sehr feine Körnung aufweisen.
Die Unterschicht aus Kies sollte rund 10 Zentimeter stark sein. Die Sandschicht sollte so stark sein, dass die Steine oder Platten nicht auf der Kiesschicht zu liegen kommen. Verrütteln Sie am besten zuerst die Kiesschicht und füllen dann mit der Sandschicht auf. Bei beiden Arbeitsgängen sollte man das Gefälle kontrollieren.