Das Treppenhaus gehört zu den Visitenkarten eines Mietobjektes. Nicht selten fällt bei Interessenten für eine Wohnung schon hier die Entscheidung, ob man eine Wohnung in dem Haus mieten will oder nicht. In früheren Zeiten war man sich dem bewusst und stattete Treppenstufen mit Teppichbelägen aus, gestaltete verzierte Geländer und hängte besonders schöne Lampen auf. Heute führt das Treppenhaus leider häufig nur ein Schattendasein. Es steht die Zweckmäßigkeit im Vordergrund. Doch Zweckmäßigkeit und optische Schönheit müssen kein Widerspruch sein.
Die Treppe
Holztreppen erfreuen sich einer stetig wachsenden Beliebtheit. Interessante Maserungen machen aus jeder Stufe ein Unikat und die gesamte Treppe strahlt eine natürliche Behaglichkeit aus. Bei manchen Eigentümern spielt es auch eine Rolle, dass es sich bei Holz um einen nachwachsenden Rohstoff handelt.
Gerade in Altbauten findet man Holztreppen, die in die Jahre gekommen sind. In vielen Fällen lohnt es sich, diese Treppen wieder zu renovieren. Hierzu muss zunächst der alte Lack abgeschliffen werden. Beginnen Sie mit einem Grobschliff, für den Sie ein Schleifpapier mit 24er Körnung verwenden. Schleifen Sie mit sanftem Druck. Dann nehmen Sie das nächstfeinere Schleifpapier und wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie mit einem Schleifpapier mit 100er Körnung arbeiten. Für die großen Flächen empfiehlt sich der Einsatz eines Kantenschleifers, den man in Baumärkten ausleihen kann. Für die Ecken benötigen Sie eine Ziehklinge.
Wenn die Treppe nach dem Schleifen noch gut aussieht, sollten Sie sie mit Klarlack behandeln. Sind Löcher oder Risse vorhanden, die Sie mit Kitt verschließen, müssen Sie einen farbigen Lack verwenden. Welche Farbe man dann wählt ist Geschmacksache. Zunächst tragen Sie eine Grundierung auf, die nochmals mit Schleifpapier (180er Körnung) abgeschliffen wird. Ist die Grundierung trocken, tragen Sie den Lack auf. Warten Sie dann, bis die erste Schicht trocken ist (bis zu drei Stunden). Nun wird die zweite und nachdem diese getrocknet ist, die dritte Schicht aufgetragen.
Häufig entstehen Bedenken gegenüber der Holztreppe, weil man eine verstärkte Brandgefahr befürchtet. Achtet man beim Einkauf von Grundierungen und Lacken darauf, dass diese schwer entflammbar sind, ist die Sorge meist unberechtigt. Holzstufen mit einer Stärke von 50 Millimetern gehören meist schon zur Brandschutzklasse F30 (=Feuerwiderstand von einer halben Stunde).
In neueren Gebäuden findet man heute oft auch Treppen aus Stahlkonstruktionen. Ebenso wie Treppen mit viel Glas bedürfen diese einer recht aufwendigen Pflege, sodass sie für Mietobjekte meist nicht zu empfehlen sind. Hier bieten sich neben der Holztreppe auch Betonlösungen an. Ergänzt um einige Holzelemente wirken diese nicht so kalt und sind leicht zu pflegen.